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Erlebnisse aus Deutschland und der großen, weiten Welt

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Tracklog 11. Mai 2026 // Tsumeb

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Längere Anfahrt ale geplant, Stopover in Otjivarongo um Krokodile zu essen und sich von örtlicher Polizei zurechtweisen zu lassen. In Tsaumeb hübsche Unterkunft (Rezension) und große Liebe fürs Kind. Außerdem neue Reifen, neue Bremsen, neues Öl, neue Filter, nachgestellte Lenkung und Handbremse, DIY-Kits zur Scheibenreparatur, Aufnahme von Ersatzteilen.

Erster Versuch, Bettelkinder mit Erdnüssen zu befrieden.

Exkurs:

  1. Kinder sollen in die Schule gehen und nicht zur Erweiterung des Familieneinkommens herangezogen werden.
  2. Bettelei macht schlimme Dinge mit Würde, Selbstbewusstsein und Abhängigkeitserfahrungen.
  3. Süßigkeiten vs. Möglichkeiten regelmäßiger Zahnpflege.
  4. Fazit: Gebt bettelnden Kindern kein Geld, keine Wertsachen und keine Bonbons
  5. Aber sie sind laut und nervig.
  6. Und es bringt ja auch nix, wenn sie hungern.
  7. Ankauf von Erdnüssen auf lokalen Märkten, oft schon in Portionsbeuteln. Abgabe an Bettelkinder. Versuch, das Gleichgewicht zwischen Ernährungssicherung und Breadwinner-Posaition zu wahren.
  8. Kinder scheinen das okay zu finden.
  9. Uff.

Tracklog 9. Mai 2026 // Camp Halali

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Erstmal das spannende: Rhinoparty, ungeschnitten out of camera. Teil 1:

Teil 2:

Dann das nervige: Das da oben sind Videos vom Wasserloch des Camp Halali. Im Camp Halali wollten wir einen Tag zelten, um dann über das Camp Namutoni Etosha wieder zu verlassen. Wollten, hätte.

20 Kilometer vorm Camp Halali wurden wir auf einen Platten aufmerksam gemacht. Hinten links.

So enen Reifen kann man schnell reparieren, außer wenn man nicht darf. In Etosha gibt es große Raubkatzen, Nashörner und Elefanten. Jenseits von Camps und Toilettenzonen darf man das Auto nicht verlassen.

Tried for you: 20 km kann man auch auf Felge fahren, aber der Reifen ist danach so richtig kaputt. Blöd war halt, dass der Ersatzreifen auch nicht mehr so gut war. Wir haben das am Ende mit freundlicher Hilfe, netten Menschen, zusätzlicher Zeit und massiven Umwegen gelöst.

Selbstbestätigungsmoment des Tages: Die Augen des deutschen Kfz-Ingenieurs, der Pannenhilfe leistet, aufleuchten zu sehen, als der Drehmomentschlüssel ins Spiel kommt. Das war jeden verdammten Tag wert, den dieser Schlüssel gekostet hat.

Tracklog 8. Mai 2026 / Okaukuejo

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Da sind wir nun also in Etosha, und ich kann nur warnen: It’s a Trap! Nicht der Park, der ist voller Viecher wie beworben. Nicht die Straßen, die sind okayish. Unterkunft und Essen gehen auch.
Aber wenn ihr da reinfahrt, wird euch jemand fragen, ob ihr eine Drohne dabei habt. Und mit aller Erfahrung und Lösungskompetenz, die ihr in Monaten ähnlicher Konfrontationen gesammelt habt, werdet ihr antworten „Ja, klar, aber die liegt irgendwo ganz hinten ganz unten, und wir wissen ja, dass sie hier verboten sind, und wir fassen sie bestimmt nicht an.“
Und dann wird euer Gesprächspartner sagen „Die Drohne bleibt hier“, und ihr werdet denken „hä?“, und ihr werdet euch Lösungen ausdenken, die mit verplombten Koffern, mit 100km zur Poststation zurückfahren und ein Paket an euch selbst schicken, mit Lüge und Korruption zu tun haben, und ihr werdet jammern und argumentieren, dass ihr aber den Park an einem anderen Gate verlassen wollt und bitten, die Drohne wenigstens an euren Wunschausgang zu expedieren, aber die Antwort wird immer nur sein „Die Drohne bleibt hier.“
Und dann werdet ihr euch fügen und eure Reisepläne über den Haufen werfen und eure Drohne abgeben und einen furchtbar langen und furchtbar bürokratischen Vorgang durchstehen.
Und dann werdet ihr die Beschlagnahmequittung für eure Drohne kriegen und den ganzen Stress verstehen.

Tracklog 6. Mai 2026 // Waterberg

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Tagesausflug zum Waterberg. Wandern, Natur, Sightseeing, spektakuläre Bergansichten, völlig falsches Schuhwerk. Kurzes wegignorieren des Wegweisers zu den deutschen Kriegsgräbern, bei denen wohl auch eine Plakette zum Gedenken an den unbekannten Herero zu finden sein soll. Schlacht, Krieg, Völkermord, wir schrecken davor zurück, das dem Kind zu erklären. Irgendwann wird man das nachliefern müssen.

Tracklog 5. Mai 2026 // Otjiwarongo // Dankorgie

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Werkstatttage in Windhuk. Die Diesellecks sind zwar dicht, dafür überholt man mit diesem Auto niemanden mehr. Alles etwas knifflig, weil sich nach dem 1. Mai und dem Wochenende in Namibia der Cassinga Day anschließt, an dem auch in kaum einer Werkstatt jemand arbeitet.

Auftritt Danie von Sowden Vehicle Repairs, der sich mit unserem Auto, Stethoskop und Endoskop für einen Tag zurückzieht, um zu hören, ob der Turbolader krank ist, und wenn nicht, was dann. Kudos. Wenn ihr in Windhuk einen kaputten Toyota habt, geht zu Danie, dem Hilux-Flüsterer. Danke auf diesem Weg.

Danach Stopover bei City Windscreens, um für sehr kleines Geld innerhalb von drei Stunden eine neue Windschutzscheibe einsetzen zu lassen (hört nicht auf die Google-Navigation, fahrt den Laden über die Independence Avenue an, da in den Hinterhof). Danke auf diesem Weg.

Dann endlich wieder auf dem Weg nach Otjiwarongo. Zwischendrin noch von einer Tankstellenfachangestellten ausgeschimpft worden, weil wir auf der tatsächlich sehr gut asphaltierten Straße immer noch mit dem Schotterpisten-Reifendruck unterwegs waren. Danke auf diesem Weg.

Danke auf diesem Weg auch an das Team des Hotel Uhland, das mit großer Gelassenheit und Konzilianz unser Fahren-wir-heute-oder-brauchen-wir-das-Zimmer-länger begleitet hat. Um es mit dem Namensgeber zu sagen:

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiss nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.

Tracklog 2. Mai 2026 // Philipps Cave // Windhuk

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Auf dem Weg nach Windhuk Abstecher zur Philipps Cave. Kindertaugliche Wanderung und zumindest halbwegs kindertaugliche Faszination angesichts prähistorischer Felsmalereien.

Monatsrückblick April

Großzügig gerechnet haben wir den zweiten Reisemonat hinter uns, sind mit den gröbsten Startproblemen umgegangen und haben die wesentlichen Routinen etabliert. Dabei sind auch einige Erkenntnisse herausgekommen, was für eine Art Reise das hier sein wird, und warum.

Fangen wir mal beim Warum an: Kind und Auto. Beide halten uns entweder aktiv von der Anbahnung sozialer Kontakte fern oder reduzieren zumindest ihre Notwendigkeit. Das Auto ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Bewegungen im eigenen Rhythmus, ohne sich darüber mit externen Leuten austauschen oder Knotenpunkte wie Ticket-Offices, Busbahnhöfe, Bahnhöfe oder Minitaxistände besuchen zu müssen. Gleichzeitig ist es in unregelmäßigen Abständen kaputt. Das Kind wiederum hintertreibt jedes Treffen, bei dem man ansatzweise seriös wirken will und jede Informationsaufnahme, die länger als fünf Minuten dauert und in einer anderen Sprache als Deutsch stattfindet. Außerdem muss es früh ins Bett, ab da sind wir stationär. Daneben gibt es natürlich noch einiges an gesundheits- und sicherheitsrelevanten Überlegungen, die mit Kind verschärft gelten.

Das reduziert unseren Erlebnisraum weitgehend auf Naturschauspiele und die Betrachtung historischer Artefakte. Mit denen muss man sich nicht verabreden und hat auch sonst wenig Koordinationsaufwand, die sind vorhersehbar eh da. Sprachprobleme gibt es auch nicht.

Das alles führt natürlich zu einem unerfreulichen Disconnect zwischen Reisenden und Bereisten, insbesondere mit Blick auf Erwartungen, die auf früheren Reiseerfahrungen beruhten und intensiven persönlichen Austausch sowie eine gewisse Verfolgung aktueller politischer und gesellschaftlicher Debatten im Reiseland vorsahen. Das findet hier nicht statt, wenn Sie sowas suchen, lesen Sie besser woanders.

Nicht nur das: Planung, Vorbereitung, Nachbereitung, begleitende Lektüre – forget about. Wir haben hier eine grobe Liste und ganz viel „könnte man auch“, und am Ende kommen halt Ergebnisse und Erlebnisse dabei raus oder es ist eben ein Nachmittag am Pool wichtiger (oder das Auto kaputt). Wer mit Fünfjährigen reist, muss gemeinsam mit Fünfjährigen planen.

Was wir hier lernen, hängt viel mit internen Dynamiken zusammen, mit situativen Ereignissen, und mit Erkenntnissen, die vorher niemand von uns auf dem Schirm hatte, wie etwa der Bedeutung von Pferden für die allgemeine Mobilität in Lesotho.

Das immerhin ist aber oft spannend. Bleibt gern dabei, wenn ihr wissen wollt, was uns noch begegnet.

Gegessen im April

Oft kochen wir selbst, hin und wieder essen wir auswärts. Hier erfahrt ihr, wie es war. Das Bewertungssystem:

Bewertet wird der Gesamteindruck aus Küche, Service, Ort und Atmosphäre. Zur Auswahl stehen:

***** herausragend, dafür lohnt sich eine weite Anfahrt

**** überdurchschnittlich, man erzählt noch lange gern davon

*** erwartbarer Standard, man ist danach satt und zufrieden

** unambitioniert, geht man nicht mehr hin

* gesundheitsgefährdend,die Weltöffentlichkeit muss gewarnt werden

Im April haben wir spektakulär gut gegessen, nämlich

 

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