Erlebnisse aus Deutschland und der großen, weiten Welt

Kategorie: Vorsorge

Comms

Ihr seht einen groben Ausschnitt dessen, was hier so Abend für Abend am Netz hängt, damit sich die Akkus vollsaugen können. Uns interessiert heute der Kommunikationsaspekt.

Links oben Walkie-Talkies. Die Entdeckung der Reise schlechthin. Das Kind kann allein auf Erkundungstouren gehen, bleibt aber für den Notfall angebunden und erreichbar. Minimaler Trainingsaufwand.

Wir gehen gegen den Uhrzeigersinn weiter, ignorieren das Ladegerät mit random Akkus für Taschenlampen, erklären das Smartphone nur soweit, dass es das voll eingerichtete Reserve-Smartphone ist, gehen über die Stirnlampe hinweg und landen beim Satellitentelefon, das ist das graue Ding in der Bildmitte. Thuraya. Bißchen eine Zicke, wenn es um Verbindung geht, wir sind auf der Reise aber auch einfach oft zu weit südlich dafür. Wenn ihr weiter nach rechts schaut, über das Nokia-Notfalltelefon hinweg zu dem roten Dingsi, seid ihr bei einem Garmin inReach Mini2, das kann zwar nur Textnachrichten, aber kriegt seine Verbindung über Iridium und zwar immer. Funktioniert super.

Weiter auf dem Bild sind ein CB-Handfunkgerät (ein fahrzeuggebundenes haben wir auch noch, aber auch bei weit gestreckten Konvoifahrten haben eigentlich die Walkie-Talkies ausgereicht), eine Powerbank, eine Drohne und verschiedene Sorten Licht. Dazu ein anderes Mal.

Moskitos

Wir sind aktuell immer mal wieder einigermaßen zerstochen. Das ist völlig okay, weil im Südlichen Südafrika Mückenstiche nur nerven und jucken und sich ggf. entzünden, wenn man sie aufkratzt. Malaria, Dengue, Schlafkrankheit, alles keine Probleme hier.

Im weiteren Reiseverlauf kann das aber fies werden. Deswegen haben wir mehrstufige Schutzvorkehrungen eingerichtet:

Stufe eins ist NoBite als Hautspray. Da gibt es nicht viel auszuprobieren, DEET wirkt zuverlässig.

Stufe zwei, auch weil wir das Kind nicht die ganze Zeit in DEET baden wollen, ist vektorgeschützte Kleidung. Da sind wir bei https://www.craghoppers.com fündig geworden, die haben jetzt kein riesiges, aber ein passables Kinderprogramm – und für Erwachsene immer mal wieder die Möglichkeit, verhältnismäßig günstig Kleidung aus der Vorjahreskollektion abzugreifen, die obendrein manchmal ganz anständig aussieht.

Stufe drei sind imprägnierte Moskitonetze für die Nacht. Hier haben wir www.brettschneider.de am Start– allerdings leider nicht mit dem selbsttragenden „Vario“, das uns erstens zu wacklig, zweitens zu frickelig im Aufbau und drittens zu niedrig vorgekommen ist. Hier ist das „Expedition Bell“ dabei. Die Netze sind durchdacht geplant, gut verarbeitet und lassen sich halbwegs klein packen. Auf dem Kindernetz haben wir allerdings schon in der zweiten Nacht Mücken erschlagen, was ein bißchen Fragen nach der Wirksamkeit der Imprägnierung aufwirft.

Für die früher recht zuverlässige Imprägnierung mit Permethrin im DIY-Verfahren sind wir diesmal nicht rechtzeitig an hinreichende Mengen Permethrin gekommen, außerdem muss sie regelmäßig wiederholt werden – für kürzere Reisen würde ich sie aber wohl künftig wieder vorziehen.

Das Problem mit Moskitonetzen ist allgemein, dass sie an irgendwas hängen müssen, und bisher sind Hängepunkte rar. Wir haben Leinen dabei, um sie durch Zimmer zu spannen, Schraubhaken für Holzdecken, Karabinerhaken, Klebepads, Metallösen, doppelseitiges Klebeband, Kabelbinder und Gaffa-Tape. Bisher ist der Eindruck: Leinensysteme bringen nicht viel, aber vor allem Klebepads hätten wir mehr gebraucht. Auch die haben allerdings Nachteile: Manchmal kommt ein Stück Putz mit, wenn man sie wieder abmacht, und sie kommen an ihre Belastungsgrenze, wenn ein Fünfjähriger sich nachts in das hängende Netz einzuwickeln versucht.

Naja, und wenn das alles nicht hilft, hilft hoffentlich die Dengue-Impfung, die Malaria-Prophylaxe oder wenigstens die Standby-Medikamente.

Wir testen und berichten weiter.

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