Geht doch.



Erlebnisse aus Deutschland und der großen, weiten Welt
Geht doch.



In ǀAi-ǀAis befindet sich einer der Zugänge zum spektakulären Fish River Canyon. Theoretisch. Praktisch steht der Fish River gerade ziemlich hoch und der Pfad ist unter Wasser. Morgen von Norden aus versuchen.
Unvollständiges Tracklog. Die letzten Kilometer sind einem SIM-Kartenwechsel zum Opfer gefallen, wir sind noch weitergefahren bis zum Namgate Guesthouse in Grünau, und das war auch gut so, denn hier schläft und isst man ganz hervorragend.
Das Highlight des Tages war aber trotzdem der Grenzübertritt nach Namibia. Dafür brauchen Deutsche nämlich ein Visum und wir hatten keins. Visa on arrival können ausgestellt werden, aber nicht an jedem Grenzposten, und zu unserem, Ariamsvlei, gab es widerstreitende Angaben.
Auf der sicheren Seite wären wir mit einem e-Visum gewesen, das hätte aber für uns alle zwischen 400 und 600 EUR gekostet, der Großteil davon Bearbeitungsgebühren. Wir habens also ohne versucht und gewonnen, sind mit knapp 160 EUR Visakosten durchgekommen.
Was wir außerdem losgeworden sind, waren Grillfleisch, Bacon und Eier aus dem Kühlschrank – Namibia ist Maul- und Klauenseuchenfrei und möchte das bleiben. Was roh war, musste weggeworden werden, gegartes durften wir noch essen.
Naja, und dann sind wir halt zurückgefahren. Für das Kind ein Tag am Pool, für die Erwachsenen Orga und Werkstatt. Aber der Wagen kann so fahren, und wir sind morgen wieder auf dem Weg nach Namibia. Next Stop Grünau. Wie in der Berliner S-Bahn hier.
Eigentlich sind wir ja auf dem direkten Weg nach Namibia. An Augrabies waren wir allerdings so nah dran, dass wir uns der Gravitation nicht entziehen konnten (Dank an Rolf für den Hinweis). Tagesausflug zu den Fällen also. Grandios.
Danach waren wir noch kurz im Nationalpark unterwegs und haben und Giraffen und Schildkröten angeguckt. Auch auf 4×4-Strecken und mit Wasserquerungen. Das war spannend, Video folgt.
Blöd war, dass wir aus dem Nationalparkswegenetz wieder rausgekommen sind und das linke Vorderrad einen ganz komischen Winkel hatte. Entsprechend hat die Lenkung massiv nach rechts gezogen. Großes Pow-Wow über verschiedene Social-Media-Gruppen, diverse Konsultationen und Erwägungen, schließlich die Entscheidung: So fahren wir das Auto nicht 130 km nach Upington zurück.




Also auf den letzten Drücker ein Chalet im Nationalpark gebucht. Knapp den Ladenschluss des Souveniershops verpasst, daher keine Zahnbürsten verfügbar. Wechselkleidung ohnehin bourgeois. Resataurant immerhin noch geöffnet, also Wildpastete zum Abendessen. Und Kalahari-Pinotage.
Zwischendrin hat wohl jemand was gesagt von wegen man kenne einen Mechaniker, und alle fanden es eine gute Idee, am nächsten Morgen mit dem zu reden. Nach dem Abendessen kamm dann der Ranger-on-duty an den Tisch und erklärte, der Mechaniker arbeite seit geraumer Zeit am Auto und würde sich so langsam gern abstimmen. Also Abstimmung am Gate. Organisation eines Kurierdienstes für Zimmerschlüssel. Alles sehr anstrengend, aber auch: Dass eine Übernachtungsmöglichkeit, ein Restaurant und ein Mechaniker bereitstehen, wenn es einen Plan verhagelt, ist schon großer Luxus.
Wir kommen an die Kapazitätsgrenzen von Google Maps, daher heute nur ein Bild. Die GPX-Darstellung dazu gibts unter https://www.viewgpx.com/route/BmF8TqrY.



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