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Erstmal hat das Kind begonnen, über Bauchschmerzen zu klagen und zu fiebern. Wir haben das erfolgreich mit Bananen und Ibuprofen behandelt, sind zur Sicherheit aber doch im örtlichen Krankenhaus vorbeigefahren, um auf Malaria zu testen. Dabei gleich unsere absehbar überzähligen Malariamedikamente abgeworfen.
Dann weiter zu „Tessa’s pool“, einem Ort mit herausforderndem Anfahrtsweg…
Aber einmal angekommen, ist es dann sehr hübsch. Gegen Ende kam dann noch eine Jugendgruppe von Outward Bound Zimbabwe vorbei und hat angefangen, ein Floß zu bauen.
In den jüngsten Tagen war hier ein bißchen viel die Rede von Autokrankheiten. Das kann den Eindruck erwecken, wir wären vom Pech verfolgt. Der wäre falsch. Autokrankheiten sind eine Wahrscheinlichkeitsfrage, und damit in der Risikoplanung eingepreist. Wir haben bei der Modellwahl auf Ersatzteil- und Kompetenzverfügbarkeit geachtet, sind auf verschiedene Szenarien vorbereitet und haben Kram an Bord, um den wahrscheinlichsten Dingen zu begegnen. Lasst uns das vielleicht mal durchgehen.
Links unten in der Ecke seht ihr eine Auswahl an Schrauben und Unterlegscheiben. Die hat sich so angesammelt und wird rege genutzt. Im Uhrzeigersinn darüber zwei Universalsteine. Man kann das Auto damit aufbocken, gegen wegrollen sichern, man kann darauf kochen oder sie als Traktionshilfe nutzen. Gold.
Dahinter ein hydraulischer Wagenheber (das vielleicht meistgenutzte Teil auf dieser Reise, jeder Mechaniker sagt erstmal „lets jack it up“ und keiner hat einen eigenen Wagenheber), gefolgt von einer Universalschere (Kabelbinder, Schnüre, Drähte, Kabel, Duct-Tape).
Riegel im Bild, Reifenhebel, zwei kurze, zwei lange. Wenn man tatsächlich einen Reifen neu aufziehen muss, sind die, was beim Fahrradreifen die Löffel sind. Je länger, desto Hebel. Rechts daneben oben eine Rohrzange, unten ein improvisiertes Sammelsurium an Schraubenziehern.
Rechts neben der Rohrzange ein Hammer, ein Multitool mit Schraubbits und Ölkreide, um Dinge zu markieren. Darüber Motoröl und Bremsflüssigkeit, weil es bei beiden blöd ist, ohne Reserve dazustehen, wenn man irgendwo ein Leck entdeckt. Been there. Darunter Reifenflickset plus Seitenschneider.
Rechts oben geht es weiter mit improvisierten Verbindungen (Duct Tape, Kabelbilder verschiedener Größen), einem Besen und einer Akku-Flex, die in der Rückschau etwas übergeigt wirkt. Andererseits kam beim Wechsel der Koppelstangen schon eine Flex zum Einsatz, und das hätte ja auch irgendwo auf der Strecke sein können.
Darunter Elektrik: Ein Multimeter und diverse Sicherungen. Daneben Kleinkram, nochmal Reifenreparatur und ein Steinschlag-Soforthilfe-Set für die Frontscheibe.
Satz Schraubenschlüssel schadet nie, ebensowenig Starthilfekabel. Hier noch mit Powerbank, falls gerade niemand sonst da ist, der Starthilfe geben könnte. Und dann gibt es noch den Mitarbeider des Monats, das Arbeitstier, das zweite vielleicht meistgenutzte Werkzeug dieser Reise: Der Drehmomentschlüssel für die Radmuttern. Ein simples Radkreuz würde es auch tun, aber das Leuchten in den Augen aller Auto-Aficionados, von Bush-Mechanic bis Entwicklungsingenieur im Urlaub, ist den Drehmomentschlüssel wert.
Vom 19. bis 24. Mai haben wir bei Drotskys gewohnt, darüber wird noch zu berichten sein. Von der Aufnahme, als wir unangekündigt nach Einbruch der Dunkelheit vorgefahren sind und statt des angepeilten Campingplatzes echte Betten gekriegt haben, von den Tipps und Hilfen, von den großartigen Campingplätzen und der Bootsfahrt zum Abendessen, von nächtlichem Nilpferdgegrunze und, und, und.
Jetzt geht es aber um den Zauberwald, der zwischen Haupthaus und Campingplätzen liegt. Wir nehmen euch einmal mit durch, vom Campingplatz zur Rezeption, und wer mag, kann die Tiere auf dem Weg zählen. Anschnallen, es geht los:
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Werkstatttage in Windhuk. Die Diesellecks sind zwar dicht, dafür überholt man mit diesem Auto niemanden mehr. Alles etwas knifflig, weil sich nach dem 1. Mai und dem Wochenende in Namibia der Cassinga Day anschließt, an dem auch in kaum einer Werkstatt jemand arbeitet.
Auftritt Danie von Sowden Vehicle Repairs, der sich mit unserem Auto, Stethoskop und Endoskop für einen Tag zurückzieht, um zu hören, ob der Turbolader krank ist, und wenn nicht, was dann. Kudos. Wenn ihr in Windhuk einen kaputten Toyota habt, geht zu Danie, dem Hilux-Flüsterer. Danke auf diesem Weg.
Danach Stopover bei City Windscreens, um für sehr kleines Geld innerhalb von drei Stunden eine neue Windschutzscheibe einsetzen zu lassen (hört nicht auf die Google-Navigation, fahrt den Laden über die Independence Avenue an, da in den Hinterhof). Danke auf diesem Weg.
Dann endlich wieder auf dem Weg nach Otjiwarongo. Zwischendrin noch von einer Tankstellenfachangestellten ausgeschimpft worden, weil wir auf der tatsächlich sehr gut asphaltierten Straße immer noch mit dem Schotterpisten-Reifendruck unterwegs waren. Danke auf diesem Weg.
Danke auf diesem Weg auch an das Team des Hotel Uhland, das mit großer Gelassenheit und Konzilianz unser Fahren-wir-heute-oder-brauchen-wir-das-Zimmer-länger begleitet hat. Um es mit dem Namensgeber zu sagen:
Die Welt wird schöner mit jedem Tag, Man weiss nicht, was noch werden mag, Das Blühen will nicht enden.
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Auf dem Weg nach Windhuk Abstecher zur Philipps Cave. Kindertaugliche Wanderung und zumindest halbwegs kindertaugliche Faszination angesichts prähistorischer Felsmalereien.