Erlebnisse aus Deutschland und der großen, weiten Welt

Kategorie: Ausprobiert (Seite 1 von 4)

Tracklog 07. Juli 2026 // Lake Muthirikwi

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Einen kleinen, hübschen Ausflug zum Muthirikwi Dam geplant. Daraus ist dann eine Umrundung des Sees geworden.

Erster Stopp war dennoch der Staudamm, wo wir auch Evidence Mudarikwa mit seiner Mbira begegnet sibd:

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Zum Abschluss des Tages dann Planungsrunde. Festgestellt, dass wir uns sehr bald und vor allem erheblich schneller als gedacht von unserem Auto trennen müssen: Zum 15. wollen African Overlander das wieder, am 20. soll es mit anderen Reisenden wieder rausgehen.

Für uns bedeutet das: Wir streichen den Aufenthalt in Bulawayo, wir streichen den Aufenthalt in Eswatini und treten jetzt in einer Woche die etwa 2500 km zum Kap durch. Danach fahren wir noch drei Wochen mit einem anderen Auto durch Südafrika, bevor es endgültig nach Hause geht.

Autokrankheiten: Dieselfilter

Ein Besuch bei Toyota Masvingo hat ergeben, dass ein zugesauter Dieselfilter die wahrscheinliche Ursache für die gestrige Fahrtunterbrechung war. Getauscht. Gleichzeitig wider Erwarten keine Notwendigkeit für erneutes Wheel Alignment gesehen.

Tracklog 04. Juli 2026 // Birchenough Bridge, Masvingo

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Heute sind wir über die Birchenough Bridge gefahren. Das war an sich eher unspektakulär, wie man sieht.

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Spektakulär wurde es, als wir nach der Brücke angehalten haben, um beim Kind Fieber zu messen. Denn erstens war das Fieber behandlungsbedürftig, und zweitens wollte das Auto danach nicht weiter. Der Anlasser hat müde gehustet, das Batterie-Starterkit versagt. Kurze Konsultation mit dem nie weit entfernten Autoexperten wies auf Batterieprobleme und Austauschbedarf hin, Anschieben hat es dann aber auch getan.

Tracklog 02. Juli 2026 // Brautschleierwasserfall

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Da waren wir also beim Brautschleierwasserfall, und der Brautschleierwasserfall ist toll. Erstens, weil ein gleichnamiger Wasserfall in der aktuellen Lieblingsbuchreihe des Kindes (Snöfrid aus dem Wiesental) eine tragende Rolle spielt; zweitens, weil der Weg dahin den wohligen Offroad-Grusel weckt, bei dem man weiß, dass es jetzt ein bißchen wackelt, aber nicht schlimm wird; und drittens, weil es ein toller Wasserfall in einer tollen Wandergegend ist.

Fangen wir mal an mit dem Wasserfall, wie ihn alle sehen:

Dann kann man natürlich noch etwas höher steigen und findet einen komplett neuen Teil:

In der Gesamtschau sieht das dann etwa so aus:

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Das war sehr zauberhaft und sehr besonders. Aber so sollte es nicht bleiben…

Lebensmitteleinkauf

Wir kaufen auf dieser Reise zu 99% in Supermärkten ein und zu mindestens 90% in Supermarktketten.

Das hat Gründe. Offene Märkte machen dem Kind Angst, es ist voll, es ist unübersichtlich, es ist laut, Leute sprechen Fremdsprachen, Leute machen Witze (lasst ihn doch hier, ich nehm ihn gern), Leute sind betrunken und wollen sein Essen.

Außerdem Sortiment. Damit das Kind hier mitspielt, brauchen wir Industriemüsli. Und Fruchtjoghurt. Für unser Seelenheil brauchen wir außerdem Erdnussbutter, Kaffee, vernünftigen Tee, Marmelade, Rotwein und Kaugummis (Danke, Rauchentwöhnung). Das ist auf offenen Märkten selten in der Zusammenstellung zu kriegen.

Also Supermärkte, vornehmlich Ketten. In Südafrika war das noch einfach, wir sind einfach immer zum nächsten Checkers gefahren, weil Madame da die Platzierung auswendig gelernt hatte. Wenn es keinen Checkers gab, gab es Shoprite. Beides waren was man in Deutschland wohl Vollsortimenter nennt. Checkers mit etwas größerem Angebot, Shoprite aber auch kompetitiv. Für deutsche Verhältnisse: Edeka vs. Rewe. In Lesotho gab es keine Checkers mehr, und das Shoprite-Sortiment ist auf Discounter-Standard gefallen. Ähnlich in Namibia. Einkauf mit Qualitätsanspruch bei Food Lovers, ansonsten Shoprite oder kleinere Filialen von Metro, Pick&Pay, Cash&Carry usw. In Botswana dann eine massive Dominanz von Choppies, quasi der Aldi unter den Supermärkten. Überall vertreten, knappes Sortiment, Grundbedürfnisse abgedeckt. Checkers und Shoprite nur in größeren Städten. Checkers eher komfortabel, Shoprite eher Mittelklasse.

Bis hierhin auch langsamer, aber verträglicher Anstieg der Rotweinpreise. In Südafrika günstig, in Namibia und Botswana wächst das Zeug halt nicht so und kostet ein bißchen mehr.

Bruch in Sambia. Rotwein plötzlich massiv überteuert. Nicht etwa Alkohol allgemein, Bier ist billig wie nix, Spirituosen sehr bezahlbar, aber Wein kostet richtig Geld. Das wird in Simbabwe noch schlimmer. Das einzige, was man in der Peripherie unter 20US$/Flasche kriegt, ist ein dubioses „sweet red“-Gebräu. Mit Hauptstadtnähe gibt sich das, okayer Tafelwein kommt mit 7-8 US$/Flasche.

Drogen überhaupt ein Thema. Es gibt die große Tendenz, den Verkauf von Alkohol und Zigaretten (und Vapes) vom Haushaltseinkauf räumlich zu trennen. Kippen an der Kasse gab es bisher in keinem der besuchten Länder, meist aber einen speziell dafür vorgesehenen Kiosk im Eingangsbereich. Alkohol, da scheint man sich weithin einig zu sein, gehört auch ausgelagert. In der Praxis reicht das vom Bottle Store neben dem Supermarkt, in den man nicht in Kinderbegleitung darf, über shop-in-shop-Lösungen bis zum Alkoholregal im Supermarkt, ohne klar erkennbares Systen, was jetzt gerade warum für eine Linie gefahren wird. Ausnahme: In Namibia gibt es an Wochenenden und Feiertagen Alkohol ziemlich konsequent nur in der Gastro, nicht im freien Verkauf.

Fleisch auch spannend. Es gibt immer und überall Fleisch, und der Großteil davon ist nach deutschen Begriffen unglaublich schlecht. Knorpelige Würste, geschnittenes Huhn oder Rind, das seit zwei Tagen im eigenen Saft steht, insgesamt eher die unbeliebteren Cuts. Wer Hühnerfilet oder Schenkel will, kauft gefälligst Flügel mit, es gibt die Wahl zwischen 5-pieces-cut und 8-pieces-cut. Was Rind betrifft, gibt es vor allem Schmorfleisch, T-Bone, Beinscheiben usw. in einer Fleischstärke von vielleicht einen Zentimeter oder so – da ist der Kampf gegen den Schuhsohleneffekt programmiert. Viel Knochen, viel Sehne, und immer auch die preisgünstige Variante, die aus Innereien oder Hühnerfüßen besteht, gern in großen Mengen als TK-Ware.

Zurück zu den Supermarktketten: In Sambia übernimmt Shoprite plötzlich die Führung im Premium-Segment und macht die Sache richtig gut, diverses Angebot, akzeptable Preise usw. In Simbabwe ist das Alltagsangebot Pick&Pay. Top notch ist hier Spar. Da gibt es vage Abbilder von fast allem, aber die Preise können dem deutschen Supermarktkunden echt die Schuhe ausziehen, und die Produktqualität rechtfertigt das nur begrenzt. Erklärungshypothese sind bisher Importkosten.

Wahr ist aber auch: Supermarktketten sind ein Elitenprojekt. Das ist nicht, was das Gros der Bevölkerung ernährt. Im Cash&Carry-Bereich gibt es mitunter Überschneidungen, da findet man auch Komplettangebote, die mit 20 kg Reis, 5 Liter Öl, paar Kilo Zucker, paar Dosen Fleisch, Milch- und Kaffeepulver und Gemüse eine Familie über dem Monat tragen sollen. Da müssen lokale Märkte ergänzen, die sich uns nur sehr oberflächlich erschlossen haben.

Tracklog 29. Juni 2026 // Worlds View

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Tracklog 24. Juni 2026 // Tengenenge //Mavhuradonha

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Wo und was ist Tengenenge? Wikipedia kennt es, Google Maps nicht (tbd). Alte Reiseführer verweisen auf das Künstler*innendorf, in neueren fehlt es. Aktuelle Berichte zeichnen ein gemischtes Bild, irgendwie spielt da wohl die simbabwische Nationalgalerie mit, aber nichts genaues. Also fahren wir hin, eigener Eindruck und so.

Die Anfahrt ist einfach. Kurz vor dem Künstler*innendorf graben lokale Kräfte für chinesische Konzerne nach Chrom, es gibt eine sehr LKW-kompatible Piste. Am großen Beladungsparkplatz vorbei, durch das Minendorf, zweite links, immer den reichlich verblichenen Wegweisern nach. Wieder mal ein Ziel, das die besten Tage hinter sich hat?

Der Parkplatz wirkt noch so. Anfahrt durch reihenweise Skulpturen rechts und links, dann ein etwas schiefes Schild „Parking“, ein paar halbverfallene Parkbuchten. Dann tauchen Menschen auf. Stellen sich vor, fragen nach woher und wohin, zeigen, erklären, führen vor. Begleiten durch den Skulpturenpark, wo Künstler*innen über Künstler*innen ihre Werke aus dem lokalen Serpentit und Spring Stone ausstellen, erklären, erläutern, scherzen. Berichten, wer hier wohnt, wer nebenbei in der Mine arbeitet, wer eigentlich schon in der Hauptstadt sitzt und nur noch gelegentlich vorbeikommt. Welche Ausstellungsflächen wem gehören, wer noch lebt und bei wem nur noch die Familie hofft, dass sich Sammler*innen für den Nachlass interessieren.

Danke, Percy Kuta, für den Einblick in diese Welt.

Geschützt: Happy Birthday

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Autokrankheiten: Checkup

Eins unserer Bremslichter war kaputt, und nach wie vor kommen vom linken Vorderrad manchmal komische Geräusche. Nach viel Staub und Schlaglöchern in Sambia fanden wir, ein bißchen Schmiere könne auch nicht schaden. Also das Auto zum Checkup abgegeben. Sehr gewaschen und innengereinigt zurückgekriegt, mit neu gestellter Uhr und zwei Gratisflaschen Wasser. Wir betrachten die 150 US$ Werkstattkosten (wofür man zB in Botswana ein Radlager und in Südafrika einen komplett neuen Satz Bremsklötze eingebaut kriegt, incl. Material) mal als gut angelegt für das Gefühl, dass aktuell wirklich alles in Ordnung ist.

Feuerholz

Wir schlafen hier in Chinoyi in einem Haus, das auf den schönen Namen „New Life and Covenant Holidays“ hört. However. Jedenfalls gibt es einen Außenbereich mit Feuerstelle. Die Nächte sind hier tatsächlich ziemlich frisch, deshalb wollten wir die nutzen.

Wir sind in Namibia Kilometer über Kilometer an Leuten vorbeigefahren, die Feuerholz verkauften. Es gab Feuerholz in Supermärkten.

Wir sind in Botswana Kilometer über Kilometer an Leuten vorbeigefahren, die Feuerholz verkauften. Es gab manchmal Feuerholz in Supermärkten.

Wir sind in Sambia Kilometer um Kilometer an Leuten vorbeigefahren, die Holzkohle verkauften. Feuerholz in Supermärkten gab es eher sporadisch.

Wir haben hier nach Feuerholz gefragt, sind von der Unterkunft zum Markt, vom Markt zur Busstation, von der Busstation zum nächsten Markt gefahren und haben schließlich auf einem Speditionsparkplatz für 3 US$ eine Abfallpalette gekauft. Warm und offenbar sehr kindertauglich.

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