Erlebnisse aus Deutschland und der großen, weiten Welt

Kategorie: Namibia (Seite 1 von 4)

Police Warnings

Foto: https://unsplash.com/de/@maxfleischmann

Du spulst keine zwanzigtausend Kilometer ab, ohne Ärger zu kriegen. Wir auch nicht. Allerdings hält sich der Ärger bisher in Grenzen.

Ärger eins war in Otjiwarongo und ein totales Klischee: Mit Blaulicht überholt, „do you know why i stopped you?“

Es ging um Stoppschilder. Niemand beachtet Stoppschilder. Ich halte für total möglich, dass auch ich ein Stoppschild nicht beachtet hab, und daher kam das Problem. Wir haben also gemeinsam das Formular ausgefüllt, ich sehr zerknirscht, was kostet das denn wohl, autsch, das ist ja echt Geld (1500N$ iirc).

Dann stellt sich heraus, dass das mit dem Bezahlen gar nicht so einfach wäre, weil

a) Streifenpolizisten nicht selbst kassieren dürfen/sollen

b) wir gerade die Stadt für immer verlassen, aber

c) alle Polizeireviere gerade sehr beschäftigt sind.

Folge: Unser Strafzettel wird umgewandelt in eine kostenfreie „Warning“

Ärger zwei war eine Geschwindigkeitskontrolle auf dem Weg nach Monze/Sambia. Da saßen Leute mit einem optischen Gerät am Straßenrand und haben uns gestoppt. Speed contol, hier ist 60, ihr wart zu schnell, kostet Geld, talk to the boss.

Ich fand mich nicht zu schnell, aber gut, 60, da ist man schnell mal drüber. Dass die Kontrolle 10 Meter vor der Änderung auf 100 stattfand, kennt man von zuhause. Also: Talk to the boss.

Erste Runde, mein Verständnis: Das würde 400 Kwacha (etwa 20€) kosten, ohne Quittung würde es auch für 200 gehen. Kurze Rücksprache am Auto, wir bleiben offiziell. Formulare werden ausgefüllt. Nein, das kann nicht direkt bezahlt werden, man muss mit dem Formular bei einem Polizeiposten vorstellig werden. Gute Reise.

Rückweg zum Auto. Blöd, aber kein Beinbruch. Wenn es schon Geld kostet, wäre doch ein Speedcontrol-Foto fürs Blog fein, oder?

Ich: Sie machen doch Fotos mit dem Ding, oder?

Oberpolizistr: Klar.

Ich: Könnte ich eins kriegen? Ich meine, ich bezahle das ja quasi…

Und jetzt, das ist der Magic-Teil, verflüssigen sich die Vorwürfe und der verantwortliche Polizeioffizier spricht eine kostenfreie Verwarnung aus, lässt sich die quittieren, und weiter geht die Reise.

Tracklog 19. Mai 2026 // Khwe Museum // Shakawe

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Tracklog 17. Mai 2026 // Mbunza Museum

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Peanut Spinach Stew

150g Erdnüsse

150-200g Erdnussbutter, crunchy

Schluck Sherry

Dose Kokosmilch, ca, 400 ml

Brühe, ca. 400 ml

300g Spinat

paar Zwiebeln, gewürfelt

Muskat, Pfeffer, Chilisauce, Chutney, Currypaste, Zimz

Zwiebeln anbraten. Currypaste dazu. Spinat dazu. Erdnüsse dazu. Mit Sherry ablöschen. Kokosmilch drauf. Erdnussbutter einrühren. Brühe drauf. Gewürze rein. Salzen. 15 min kochen. Congrats, veganes Nationalgericht. Ist in Europa vermutlich sehr wintertauglich.

Tracklog 15. Mai 2026 // Rundu

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Tsumeb-Rundu. Von einem verschlafenen Bergbaustädtchen in die zweitgrößte Stadt Namibias, und überhaupt mal in den Teil des Landes, wo nennenswert Menschen pro Quadratkilometer leben.

Wie man schon aus der Kartenansicht ahnen kann, eher unspektakuläre Strecke. Mit Ausnahme des Hoba-Meteoriten, der am Weg rumliegt und Dinge tut, wie zB cool bleiben (mangelnde Wärmeaufnahme) und Stimmen verstärken (wenn man darauf richtig steht). Been there, photographed that:

Tracklog 11. Mai 2026 // Tsumeb

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Längere Anfahrt ale geplant, Stopover in Otjivarongo um Krokodile zu essen und sich von örtlicher Polizei zurechtweisen zu lassen. In Tsaumeb hübsche Unterkunft (Rezension) und große Liebe fürs Kind. Außerdem neue Reifen, neue Bremsen, neues Öl, neue Filter, nachgestellte Lenkung und Handbremse, DIY-Kits zur Scheibenreparatur, Aufnahme von Ersatzteilen.

Erster Versuch, Bettelkinder mit Erdnüssen zu befrieden.

Exkurs:

  1. Kinder sollen in die Schule gehen und nicht zur Erweiterung des Familieneinkommens herangezogen werden.
  2. Bettelei macht schlimme Dinge mit Würde, Selbstbewusstsein und Abhängigkeitserfahrungen.
  3. Süßigkeiten vs. Möglichkeiten regelmäßiger Zahnpflege.
  4. Fazit: Gebt bettelnden Kindern kein Geld, keine Wertsachen und keine Bonbons
  5. Aber sie sind laut und nervig.
  6. Und es bringt ja auch nix, wenn sie hungern.
  7. Ankauf von Erdnüssen auf lokalen Märkten, oft schon in Portionsbeuteln. Abgabe an Bettelkinder. Versuch, das Gleichgewicht zwischen Ernährungssicherung und Breadwinner-Posaition zu wahren.
  8. Kinder scheinen das okay zu finden.
  9. Uff.

Tracklog 9. Mai 2026 // Camp Halali

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Erstmal das spannende: Rhinoparty, ungeschnitten out of camera. Teil 1:

Teil 2:

Dann das nervige: Das da oben sind Videos vom Wasserloch des Camp Halali. Im Camp Halali wollten wir einen Tag zelten, um dann über das Camp Namutoni Etosha wieder zu verlassen. Wollten, hätte.

20 Kilometer vorm Camp Halali wurden wir auf einen Platten aufmerksam gemacht. Hinten links.

So enen Reifen kann man schnell reparieren, außer wenn man nicht darf. In Etosha gibt es große Raubkatzen, Nashörner und Elefanten. Jenseits von Camps und Toilettenzonen darf man das Auto nicht verlassen.

Tried for you: 20 km kann man auch auf Felge fahren, aber der Reifen ist danach so richtig kaputt. Blöd war halt, dass der Ersatzreifen auch nicht mehr so gut war. Wir haben das am Ende mit freundlicher Hilfe, netten Menschen, zusätzlicher Zeit und massiven Umwegen gelöst.

Selbstbestätigungsmoment des Tages: Die Augen des deutschen Kfz-Ingenieurs, der Pannenhilfe leistet, aufleuchten zu sehen, als der Drehmomentschlüssel ins Spiel kommt. Das war jeden verdammten Tag wert, den dieser Schlüssel gekostet hat.

Tracklog 8. Mai 2026 / Okaukuejo

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Da sind wir nun also in Etosha, und ich kann nur warnen: It’s a Trap! Nicht der Park, der ist voller Viecher wie beworben. Nicht die Straßen, die sind okayish. Unterkunft und Essen gehen auch.
Aber wenn ihr da reinfahrt, wird euch jemand fragen, ob ihr eine Drohne dabei habt. Und mit aller Erfahrung und Lösungskompetenz, die ihr in Monaten ähnlicher Konfrontationen gesammelt habt, werdet ihr antworten „Ja, klar, aber die liegt irgendwo ganz hinten ganz unten, und wir wissen ja, dass sie hier verboten sind, und wir fassen sie bestimmt nicht an.“
Und dann wird euer Gesprächspartner sagen „Die Drohne bleibt hier“, und ihr werdet denken „hä?“, und ihr werdet euch Lösungen ausdenken, die mit verplombten Koffern, mit 100km zur Poststation zurückfahren und ein Paket an euch selbst schicken, mit Lüge und Korruption zu tun haben, und ihr werdet jammern und argumentieren, dass ihr aber den Park an einem anderen Gate verlassen wollt und bitten, die Drohne wenigstens an euren Wunschausgang zu expedieren, aber die Antwort wird immer nur sein „Die Drohne bleibt hier.“
Und dann werdet ihr euch fügen und eure Reisepläne über den Haufen werfen und eure Drohne abgeben und einen furchtbar langen und furchtbar bürokratischen Vorgang durchstehen.
Und dann werdet ihr die Beschlagnahmequittung für eure Drohne kriegen und den ganzen Stress verstehen.

Tracklog 6. Mai 2026 // Waterberg

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Tagesausflug zum Waterberg. Wandern, Natur, Sightseeing, spektakuläre Bergansichten, völlig falsches Schuhwerk. Kurzes wegignorieren des Wegweisers zu den deutschen Kriegsgräbern, bei denen wohl auch eine Plakette zum Gedenken an den unbekannten Herero zu finden sein soll. Schlacht, Krieg, Völkermord, wir schrecken davor zurück, das dem Kind zu erklären. Irgendwann wird man das nachliefern müssen.

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