Bisschen wandern, war der Plan. Das Kind ein bisschen klettern lassen. Hübsche Berge fotografieren. Zum Beispiel die Spitzkoppe. Schöner Plan. Nur dass es auf dem Weg irgendwann ziemlich nach Diesel gerochen hatr. Und dann hat das Auto ein bißchen gehustet. Und dann ist es ausgegangen und stehengeblieben und hat sich nicht mehr gerührt. Das war hier. Das praktische an touristisch interessanten Routen in Namibia ist, dass relativ bald jemand vergleichsweise hochmoririsiertes vorbeikommt, und so dauerte es nicht lange, bis wir von Co-Touristen zum nächsten Camp abgeschleppt wurden. Auftritt kompetenter Mechaniker, der nach kurzer Inspektion nicht nur den Fehler an einer Treibstoffleitung zwischen Diesenpumpe und Zylinder findet, sondern auch ein passendes Ersatzteil. Statt Wanderung und Fotos also Ausbau, Einbau, Startversuche, endlich Weiterfahrt nach Omaruru (da ist vor lauter Aufregung der Tracker ausgestiegen). Unterwegs das komische Gefühl, dass es noch immer ziemlich nach Diesel riecht. Und der Wagen ziemlich viel verbraucht. Und beim Überholen deutlich weniger Leistung bringt als üblich. Bei Ankunft dann Gewissheit: Es gibt noch immer ein massives Dieselleck, es tropft geradezu aus dem Motorraum. Und der Wagen springt nicht mehr an. Mit großem Glück trotz Feiertag bei Casper’s Car Repair Centre Hilfe gefunden. Alles gereinigt und gespült, Leitungen und Filter getauscht. Auto ist fahrfähig. Morgen Windhoek.
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