Bisschen wandern, war der Plan. Das Kind ein bisschen klettern lassen. Hübsche Berge fotografieren. Zum Beispiel die Spitzkoppe. Schöner Plan. Nur dass es auf dem Weg irgendwann ziemlich nach Diesel gerochen hatr. Und dann hat das Auto ein bißchen gehustet. Und dann ist es ausgegangen und stehengeblieben und hat sich nicht mehr gerührt. Das war hier. Das praktische an touristisch interessanten Routen in Namibia ist, dass relativ bald jemand vergleichsweise hochmoririsiertes vorbeikommt, und so dauerte es nicht lange, bis wir von Co-Touristen zum nächsten Camp abgeschleppt wurden. Auftritt kompetenter Mechaniker, der nach kurzer Inspektion nicht nur den Fehler an einer Treibstoffleitung zwischen Diesenpumpe und Zylinder findet, sondern auch ein passendes Ersatzteil. Statt Wanderung und Fotos also Ausbau, Einbau, Startversuche, endlich Weiterfahrt nach Omaruru (da ist vor lauter Aufregung der Tracker ausgestiegen). Unterwegs das komische Gefühl, dass es noch immer ziemlich nach Diesel riecht. Und der Wagen ziemlich viel verbraucht. Und beim Überholen deutlich weniger Leistung bringt als üblich. Bei Ankunft dann Gewissheit: Es gibt noch immer ein massives Dieselleck, es tropft geradezu aus dem Motorraum. Und der Wagen springt nicht mehr an. Mit großem Glück trotz Feiertag bei Casper’s Car Repair Centre Hilfe gefunden. Alles gereinigt und gespült, Leitungen und Filter getauscht. Auto ist fahrfähig. Morgen Windhoek.
Kategorie: Tracklogs (Seite 5 von 8)
Ähem. Dieses Tracklog ist natürlich Quatsch und gleichermaßen ein Dokument persönlichen wie technischen Versagens. Richtig ist, dass wir auf einem Boot waren, nämlich dem Katamaran Penguin. Der fährt morgens um 0800 in Lüderitz ab, und das ist synapsentechnisch zu früh, um Tracker einzuschalten. Vor Halifax gab es einen Synapsen- und Tracker-Kickstart in Form heißer Schokolade, der dann aber aus unbekannten Gründen technisch sabotiert wurde. Dass wir wieder im Hafen angekommen sind, sei versichert.
Auf der Fahrt paar Delfine, paar Seehunde, viele Wellen. Ein müdes Kind, ein Kapitän mit starker Meinung über Greenpeace und die Überpopulation von Seehunden, eine überwiegend russische Reisegruppe. Sehr skurriles Erlebnis, dem eigenen Gehirn dabei zuzugucken, wie es kenntnisfrei Leute und Positionen einsortiert, wo es warum Distanz und Aversion empfiehlt und wie elend korrupt es sein kann, wenn das Kind Bonbons kriegt.

Kleiner Ritt durch die touristischen Attraktionen im Einzugsbereich von Keetmanshoop:









Nur eine eher kurze Tagesetappe, um uns in die Nähe einer Toyota-Werkstatt zu bringen. Upington hatten wir ja mit der Diagnose „Crank seal leak“ und der Einschätzung, ein paar hundert Kilomater könne der Wagen schon noch fahren, verlassen. Toyota Keetmanshoop hatte im Vorfeld telefonisch kundgetan „crank seals“ vorrätig zu haben.
Was wir nicht besprochen hatten, war die Zeitschiene. So ein Crank Seal auszutauschen, braucht halt gute fünf Stunden und ist kein Freitagnachmittagsjob, abgesehen davon, fdass das Problem hier eher in einem böhmischen Dorf namens „camshaft seal tapped cover gasket“ gesehen wird.
Mit genug Öl, so auch hier aber die tröstliche Meinung, schaffen wir es bestimmt heil nach Lüderitz.
In ǀAi-ǀAis befindet sich einer der Zugänge zum spektakulären Fish River Canyon. Theoretisch. Praktisch steht der Fish River gerade ziemlich hoch und der Pfad ist unter Wasser. Morgen von Norden aus versuchen.