











Erlebnisse aus Deutschland und der großen, weiten Welt






























150g Erdnüsse
150-200g Erdnussbutter, crunchy
Schluck Sherry
Dose Kokosmilch, ca, 400 ml
Brühe, ca. 400 ml
300g Spinat
paar Zwiebeln, gewürfelt
Muskat, Pfeffer, Chilisauce, Chutney, Currypaste, Zimz
Zwiebeln anbraten. Currypaste dazu. Spinat dazu. Erdnüsse dazu. Mit Sherry ablöschen. Kokosmilch drauf. Erdnussbutter einrühren. Brühe drauf. Gewürze rein. Salzen. 15 min kochen. Congrats, veganes Nationalgericht. Ist in Europa vermutlich sehr wintertauglich.
Tsumeb-Rundu. Von einem verschlafenen Bergbaustädtchen in die zweitgrößte Stadt Namibias, und überhaupt mal in den Teil des Landes, wo nennenswert Menschen pro Quadratkilometer leben.
Wie man schon aus der Kartenansicht ahnen kann, eher unspektakuläre Strecke. Mit Ausnahme des Hoba-Meteoriten, der am Weg rumliegt und Dinge tut, wie zB cool bleiben (mangelnde Wärmeaufnahme) und Stimmen verstärken (wenn man darauf richtig steht). Been there, photographed that:



Da sind wir nun also in Etosha, und ich kann nur warnen: It’s a Trap! Nicht der Park, der ist voller Viecher wie beworben. Nicht die Straßen, die sind okayish. Unterkunft und Essen gehen auch.
Aber wenn ihr da reinfahrt, wird euch jemand fragen, ob ihr eine Drohne dabei habt. Und mit aller Erfahrung und Lösungskompetenz, die ihr in Monaten ähnlicher Konfrontationen gesammelt habt, werdet ihr antworten „Ja, klar, aber die liegt irgendwo ganz hinten ganz unten, und wir wissen ja, dass sie hier verboten sind, und wir fassen sie bestimmt nicht an.“
Und dann wird euer Gesprächspartner sagen „Die Drohne bleibt hier“, und ihr werdet denken „hä?“, und ihr werdet euch Lösungen ausdenken, die mit verplombten Koffern, mit 100km zur Poststation zurückfahren und ein Paket an euch selbst schicken, mit Lüge und Korruption zu tun haben, und ihr werdet jammern und argumentieren, dass ihr aber den Park an einem anderen Gate verlassen wollt und bitten, die Drohne wenigstens an euren Wunschausgang zu expedieren, aber die Antwort wird immer nur sein „Die Drohne bleibt hier.“
Und dann werdet ihr euch fügen und eure Reisepläne über den Haufen werfen und eure Drohne abgeben und einen furchtbar langen und furchtbar bürokratischen Vorgang durchstehen.
Und dann werdet ihr die Beschlagnahmequittung für eure Drohne kriegen und den ganzen Stress verstehen.

Tagesausflug zum Waterberg. Wandern, Natur, Sightseeing, spektakuläre Bergansichten, völlig falsches Schuhwerk. Kurzes wegignorieren des Wegweisers zu den deutschen Kriegsgräbern, bei denen wohl auch eine Plakette zum Gedenken an den unbekannten Herero zu finden sein soll. Schlacht, Krieg, Völkermord, wir schrecken davor zurück, das dem Kind zu erklären. Irgendwann wird man das nachliefern müssen.
Auf dem Weg nach Windhuk Abstecher zur Philipps Cave. Kindertaugliche Wanderung und zumindest halbwegs kindertaugliche Faszination angesichts prähistorischer Felsmalereien.







Großzügig gerechnet haben wir den zweiten Reisemonat hinter uns, sind mit den gröbsten Startproblemen umgegangen und haben die wesentlichen Routinen etabliert. Dabei sind auch einige Erkenntnisse herausgekommen, was für eine Art Reise das hier sein wird, und warum.
Fangen wir mal beim Warum an: Kind und Auto. Beide halten uns entweder aktiv von der Anbahnung sozialer Kontakte fern oder reduzieren zumindest ihre Notwendigkeit. Das Auto ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Bewegungen im eigenen Rhythmus, ohne sich darüber mit externen Leuten austauschen oder Knotenpunkte wie Ticket-Offices, Busbahnhöfe, Bahnhöfe oder Minitaxistände besuchen zu müssen. Gleichzeitig ist es in unregelmäßigen Abständen kaputt. Das Kind wiederum hintertreibt jedes Treffen, bei dem man ansatzweise seriös wirken will und jede Informationsaufnahme, die länger als fünf Minuten dauert und in einer anderen Sprache als Deutsch stattfindet. Außerdem muss es früh ins Bett, ab da sind wir stationär. Daneben gibt es natürlich noch einiges an gesundheits- und sicherheitsrelevanten Überlegungen, die mit Kind verschärft gelten.
Das reduziert unseren Erlebnisraum weitgehend auf Naturschauspiele und die Betrachtung historischer Artefakte. Mit denen muss man sich nicht verabreden und hat auch sonst wenig Koordinationsaufwand, die sind vorhersehbar eh da. Sprachprobleme gibt es auch nicht.
Das alles führt natürlich zu einem unerfreulichen Disconnect zwischen Reisenden und Bereisten, insbesondere mit Blick auf Erwartungen, die auf früheren Reiseerfahrungen beruhten und intensiven persönlichen Austausch sowie eine gewisse Verfolgung aktueller politischer und gesellschaftlicher Debatten im Reiseland vorsahen. Das findet hier nicht statt, wenn Sie sowas suchen, lesen Sie besser woanders.
Nicht nur das: Planung, Vorbereitung, Nachbereitung, begleitende Lektüre – forget about. Wir haben hier eine grobe Liste und ganz viel „könnte man auch“, und am Ende kommen halt Ergebnisse und Erlebnisse dabei raus oder es ist eben ein Nachmittag am Pool wichtiger (oder das Auto kaputt). Wer mit Fünfjährigen reist, muss gemeinsam mit Fünfjährigen planen.
Was wir hier lernen, hängt viel mit internen Dynamiken zusammen, mit situativen Ereignissen, und mit Erkenntnissen, die vorher niemand von uns auf dem Schirm hatte, wie etwa der Bedeutung von Pferden für die allgemeine Mobilität in Lesotho.
Das immerhin ist aber oft spannend. Bleibt gern dabei, wenn ihr wissen wollt, was uns noch begegnet.
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