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Erlebnisse aus Deutschland und der großen, weiten Welt
Ähem. Dieses Tracklog ist natürlich Quatsch und gleichermaßen ein Dokument persönlichen wie technischen Versagens. Richtig ist, dass wir auf einem Boot waren, nämlich dem Katamaran Penguin. Der fährt morgens um 0800 in Lüderitz ab, und das ist synapsentechnisch zu früh, um Tracker einzuschalten. Vor Halifax gab es einen Synapsen- und Tracker-Kickstart in Form heißer Schokolade, der dann aber aus unbekannten Gründen technisch sabotiert wurde. Dass wir wieder im Hafen angekommen sind, sei versichert.
Auf der Fahrt paar Delfine, paar Seehunde, viele Wellen. Ein müdes Kind, ein Kapitän mit starker Meinung über Greenpeace und die Überpopulation von Seehunden, eine überwiegend russische Reisegruppe. Sehr skurriles Erlebnis, dem eigenen Gehirn dabei zuzugucken, wie es kenntnisfrei Leute und Positionen einsortiert, wo es warum Distanz und Aversion empfiehlt und wie elend korrupt es sein kann, wenn das Kind Bonbons kriegt.


Heute Kolmanskop. „Geisterstadt“ sagt Wikipedia dazu, und mit modernen Konzepten von „Stadt“ im Hinterkopf sieht das Gelände auch dann nicht nach viel aus, wenn man es sich belebt vorstellt.
Aber von vorne. 1908 wurden hier Diamanten gefunden. Dann ist sehr schnell sehr viel passiert, hier hat der Bär sowas von gesteppt, eigene Eisfabrik, Bahngleise vor dem Haus, damit die tägliche Getränkelieferung funktioniert, erste Röntgenstation südlich des Äquators (damit niemand geschluckte Diamanten schmuggelt). Hier haben ein paar der reichsten Leute der damaligen Welt gewohnt, und 20 Jahre später war Schluß, und jetzt ist da nur noch Sand. Und Sand, und ein Souveniershop.




Kleiner Ritt durch die touristischen Attraktionen im Einzugsbereich von Keetmanshoop:









Nur eine eher kurze Tagesetappe, um uns in die Nähe einer Toyota-Werkstatt zu bringen. Upington hatten wir ja mit der Diagnose „Crank seal leak“ und der Einschätzung, ein paar hundert Kilomater könne der Wagen schon noch fahren, verlassen. Toyota Keetmanshoop hatte im Vorfeld telefonisch kundgetan „crank seals“ vorrätig zu haben.
Was wir nicht besprochen hatten, war die Zeitschiene. So ein Crank Seal auszutauschen, braucht halt gute fünf Stunden und ist kein Freitagnachmittagsjob, abgesehen davon, fdass das Problem hier eher in einem böhmischen Dorf namens „camshaft seal tapped cover gasket“ gesehen wird.
Mit genug Öl, so auch hier aber die tröstliche Meinung, schaffen wir es bestimmt heil nach Lüderitz.

Ketmannshoop, Namibia

Geht doch.



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